Benutzung des Wortes „Zigeuner“ führt zum Redeverbot

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes halten sich auf dem BRD-Staatsgebiet etwa 14.000 Ausländer aus dem Kosovo auf, darunter exakt 9.842 Zigeuner, die ausreisepflichtig sind.Dementsprechend unterzeichnete vor wenigen Monaten das Bundesinnenministerium mit Vertretern des neu gegründeten kosovarischen Staates ein Abkommen, welches die Rückführung und Re-Integration in Deutschland geduldeter Kosovaren regelt.
 
Und so formulierte die NPD-Fraktion im Landtag für die jetzige Landtagswoche einen entsprechenden Antrag. Mit der Forderung „Rückübernahme- und Sicherheitsabkommen zwischen Deutschland und Kosovo auch in Mecklenburg-Vorpommern konsequent umsetzen – Geduldete Roma aus dem Kosovo zügig abschieben“ beabsichtigen die Nationalen, daß das Land Mecklenburg-Vorpommern bestehendes Ausländerrecht und insbesondere den bilateralen Vertrag zwischen der Bundesrepublik und dem Kosovo auch tatsächlich anwendet. Denn Theorie und Praxis sind auch im bundesrepublikanischen Alltag bei der geltenden zaghaften Ausländerrückführungspolitik zwei Paar Schuhe.
 
Der NPD-Abgeordnete Tino Müller führte im Rahmen der Debatte die Forderung aus und benutzte die Bezeichnung „Zigeuner“, welches das Landtagspräsidium als „diskriminierend“ wertete und Müller drei Ordnungsrufe erteilte und schließlich das Wort entzog. Nachdem der Landtagspräsident Hans Kreher (FDP) widerrechtlich dem NPD-Volksvertreter Tino Müller das Wort entzog, wollte der NPD-Abgeordnete Raimund Frank Borrmann die Rede fortsetzen. Der NPD-Fraktion blieb nach Müllers Redeverbot noch fünf Minuten der Aussprache zum NPD-Antrag. Das Landtagspräsidium jedoch mißachtete dies und ließ widerrechtlich die Debatte schließen.
 
Folgend das Manuskript der Erwiderungsrede von Tino Müller:
 
„Die Begriffe „Sinti“ und „Roma“ wecken genauso wie das Wort „Zigeuner“ gewisse Vorstellungen im deutschen Volk.
 
Beispielsweise ist die Landespolizei von Baden-Württemberg von der etablierten Landespolitik angehalten, nur politisch überkorrekte Bezeichnungen für Zigeuner zu verwenden, nachdem der dortige Innenminister bereits 1992 per Erlaß die Benutzung von „Landfahrer“, „Sinti“ und „Roma“ in öffentlichen Polizeimitteilungen oder bei Fahndungsaufrufen verbot.
 
Stattdessen sollten die Bezeichnungen „Mobile Ethnische Minderheit“ oder „Angehörige Reisender Familien“ benutzt werden – jedoch wissen die Leser von Polizeistatistiken innerhalb kürzester Zeit, daß es sich hierbei um Zigeuner handelt.
 
Dementsprechend oft wechseln die amtlichen Korrekturen bei der Landespolizei in Baden Württemberg.
 
Zu groß ist nämlich die Angst, daß deren überproportionale Erwähnung in Zusammenhang mit Straftaten zu einer gewissen Meinungsbildung über Zigeuner führen könnte.
 
Man schaue nur in aussagekräftige Polizeiquellen, um sich ein Bild von der Mentalität der vagabundierenden Volksgruppen zu machen.
 
Mit der Folge, daß "Rumänen" - die eigentlich keine Rumänen sind, worauf die tatsächliche Rumänen großen Wert legen - stets einen Spitzenplatz nach der Anzahl der Tatverdächtigen in der Ausländer-Kriminalstatistik einnehmen.
 
Diese Art von Sprachregelung existiert ebenso in der Tagespresse, die beispielsweise „Besondere Rumänen organisieren regelrechte Raubzüge“ titeln, um ja nicht den Zorn der  Zigeunerlobby auf sich zuziehen.

Anläßlich der Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen berichtet „Der Spiegel“ vom 07. August 1992 unter der Überschrift „Sinti und Roma nach Bonn“ - ich zitiere:
„Keine andere Zuwanderergruppe provoziert zugleich soviel Widerwillen in der Bevölkerung, von offener Ablehnung bis zum blanken Haß wie die ‘Tigan’, wie sie in Teilen Rumäniens heißen.

Ausgerechnet dieses nonkonformistische Nomadenvolk, die wohl am schwersten integrierbare aller Zuwanderergruppen, stellt mittlerweile das größte Kontingent in der ohnehin angefeindeten Notgemeinschaft der zu Tausenden anreisenden Asylbewerber.

Und so heißt es weiter im Spiegel:
 
„Das teilweise noch archaisch anmutende Verhalten der Einwanderer kollidiert allerorten mit dem Normenkodex deutscher Normalbürger.
 
‘Die haben hingemacht, wo sie gingen und standen’, empörten sich Einwohner der Rostocker Trabantensiedlung Lichtenhagen - wohl nichts hat die ausländerfeindlichen Krawalle der vorletzten Woche inder einst roten Ostseemetropole stärker aufgestachelt als die Besudelung deutschen Saubersinns und Ehrgefühls durch die öffentliche Fäkalpraxis der Fremdländischen.“
 
Und auch folgende Passage aus dem Artikel im Spiegel möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
 
„Als die Zigeuner kamen und in Rostock-Lichtenhagen ‘auf der Wiese regelrechte Claims abgesteckt, ihr Nischen mit Plastetüten abgedeckt und bisweilen ihre Frauen und Kinder gezüchtigt’ hätten, so beobachtete Jörg Rauhut vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns, sei den Leuten die Galle hochgekommen.“

Und weiter heißt es im Spiegel:

„In der Spar-Filiale Güstrower Straße in Rostock-Lichtenhagen hatte die Diebstahlsquote das 10- bis 15fache von anderen Filialen betragen.“

Dabei ist generell zu hinterfragen, ob Zigeuner überhaupt an einen ordnungsgemäßen Aufenthalt in Deutschland interessiert sind und gewisse zivilisatorische Anforderungen an sich selbst erfüllen wollen.
 
Wenig bekannt ist nämlich, daß es innerhalb von Zigeunersippen eine Art Kastenstruktur gibt.
 
Zigeuner sind nach außen hin zudem ethnozentrisch und sträuben sich regelrecht dagegen, sich den Gepflogenheiten und Sitten ihrer jeweiligen Umwelt anzupassen oder diese zumindest zu respektieren.
 
Auch die Abgrenzung der Zigeuner von der übrigen Gesellschaft durch sie selbst und umgekehrt weisen Züge einer geschlossenen Kaste auf.
 
Mischehen mit Nicht-Zigeunern sind aus ihrer Sicht hochproblematisch.
 
Zudem sind die katastrophalen Lebensumstände, unter denen die Zigeuner teilweise regelrecht hausen, fernab von mitteleuropäischer Normalität – doch oft selbst gewählt.
 
Sollten sich ähnliche Umstände wie 1992 in Rostock-Lichtenhagen heute abermals wiederholen - beispielsweise in Lüdersdorf in Nordwestmecklenburg -, ist es wiederum der kurzsichtigen Landespolitik zu verdanken, die mit falsch verstandener Toleranz die deutsche Volksseele einmal mehr zum überkochen gebracht hat.“





zurück | drucken Erstellt am Freitag, 09. Juli 2010

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